Seichatsa Kirwa
Mia hom Kirwa

Kirwa in Seichats 2007

Unsere Kirwapaare starteten im August mit einem Logoentwurf für das Kirwa-Tshirt in die neue „Seichatsa Kirwasaison“. Nach heftigen Diskussionen wurde einer Version mit Kirwabär und Lisl zugestimmt. Das Ergebnis, heuer am Kirwafreitag und –montag zu bestaunen, fiel sehr gut aus. Die Neuzugänge fügten sich rasch in die bestehende Kirwagemeinschaft ein und so verliefen die Tanzproben ohne große Zwischenfälle. Über die Verteilung der Organisation wurden sich die „Älteren“ schnell einig. Jeder nahm sich noch einen „Jungspund“ mit zum Anlernen und los gings. 

Der Erntedankgottesdienst war der erste offizielle Termin für alle Paare. Bestückt mit wunderschön geschmückten Sträußen zogen die Moila und Buama in die Seugaster Kirche ein. Unter Leitung des, leider nur zur Aushilfe, neuen Paters verlief der Gottesdienst in besinnlicher und anschaulicher Atmosphäre. Jedem wurde am Ende des zelebrierten Erntedanks versinnbildlicht mit einer Scheibe Brot gedankt.

Das anschließende Lisleinweihen gehört schon seit einigen Jahren zur Tradition. Übers normale Jahr wird die Lisl geschont und darf ab diesem Zeitpunkt wieder ihre Auferstehung feiern. Mit Tanz und Gesang stimmten sich die angehenden Kirwapaare ein und ließen sich von der Lisl schon mal einen Vorgeschmack auf die Kirwa geben.

Die KIrwawoche startete mit dem Ziecha holen. Die Kirwaburschen trafen sich am Samstag vor der Kirwa um Buschen für die Kränze zu sammeln. Über den Tag verteilt brachten sie ihre Errungenschaften zum Platz an dem die Kirwamädels die Kränze binden wollten. Am Abend nach der Generalprobe der Tänze brachen alle zur Großschönbrunner Kirwa auf. Die Band heizte den Kirwapaaren kräftig ein und so konnten sie schon mal ihre Stimme und ihr Durchhaltevermögen testen.<o:p>

Ab Donnerstag steigerten sich die Vorbereitungen mit dem Herrichten des Saals und der Bar und gipfelten am Freitag mit dem Einrichten in der Kirchgasse.

Endlich am Kirwafreitagabend durften die Kirwaburschen den Kirwabaum aus dem Wald holen und in der Kirchgasse bereitlegen. In der Zwischenzeit waren die Kirwamädels schon eifrig beim Kirwaschießen. Jede durfte ihre Schießkunst unter Beweis stellen. Am Ende konnten, wie schon im Vorjahr, viele Preise von den Kirwapaaren ergattert werden. Das Schützenheim war sehr gut besucht und die Schießstände nie leer. Zur Kirwabaumwache wurde es ziemlich kalt und so rückte man am Lagerfeuer gern ein bisschen zusammen. Das hausgemachte Chili brachte die erhoffte Wärme von innen. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gewacht, gelacht, gesungen, Karten gspielt und heiß diskutiert.

Am Samstagmorgen begannen die Vorbereitungen zum Kirwabaumaufstellen. Werkzeug, Zarge, Schwalben und Kränze wurden gebracht. Ein neuer Gipfel wurde besorgt und die Wägen wurden bereitgestellt. Ab zwei Uhr nachmittags brachten die Burschen und Männer aus Seugast den Kirwabaum vor der Kirche in seine aufrechte Position. Was sich nach vollbrachter Arbeit als gar nicht so leicht herausstellte, denn der Gipfel war aus seiner Einkeilung verschoben worden und ragte schief in den westlichen Himmel. Sogleich hatten die Kirwaleit ihr Lied umgedichtet: „Heit tanz ma umman Kirwabaam, mit seina krumma Spitz…“ Das Kirwafreibier und die Brotzeit  ließen sich die Helfer beim Dämmerschoppen am Baum dennoch schmecken. 

Das Sportheim bereitete sich in der Zwischenzeit auf den Tanzabend vor und die Band brachte ihre Instrumente an den richtigen Platz. Pünktlich fanden sich am Abend alle Kirwapaare am Kirwatisch ein. Der Saal füllte sich nach und nach mit Gästen und die Tanzeröffnung konnte beginnen. Angeführt vom letztjährigen Oberkirwapaar eröffneten die Paare den Tanzabend. Nach der Übergabe des Kirwahuts an die Kirwaburschen wurden die Kirwamädels in zwei einstudierten Tänzen übers Parkett geleitet. „GRÖGÖTZ WEIßBIR“ entfachte eine wahre Tanzeuphorie unter den Kirwagästen. Die Kirwapaare standen auf den Tischen und belagerten die Tanzfläche. Jedes Lied wurde gesungen, geklatscht und mitgetanzt, was unsere Barleute zur Einsamkeit verdonnerte. Zum Leidwesen der Moila und Buama gab die Band am Ende doch das Spielen auf und verabschiedete sich mit Kirwaromantik von den Gästen. Vom Sportheim aus ging für jeden der Heimweg noch am Kirwabaum vorbei, sodaß sich die eingeteilten Kirwabaumwachen nicht allein fühlen mussten.

Dem Herrgott gefiel es am Sonntagmorgen über Seugast Schnee fallen zu lassen. Die Sensation daß fast alle Kirwapaare den Weg zum Gottesdienst gefunden hatten ließ das Wetter zum Leidwesen aller dennoch nicht besser werden. Bei Eiseskälte machte man sich mit dem Schützenchor auf zum Frühschoppen. Nach dem Mittagessen begannen die Kirwaburschen mit dem Einholen der Kirwamädels.

An jeder Haustür wurde geklingelt und die Moila warteten schon ungeduldig auf ihre Boum. Für das Kirwaherzerl bedankten sich die Mädels noch mit einem Kirwabusserl bei ihren Burschen. Zur Stärkung und Erwärmung brachten die Mütter noch flüssige Labung. In der Kirchgasse warteten trotz der tiefen Temperaturen viele Besucher aufs Austanzen. Unter Leitung von Quetschenspieler „Peter“ zogen die Kirwapaare in sehr guter Stimmung auf dem Kirchplatz ein. Um alle Paare auf dem Kirwafoto festzuhalten postierten sie sich vor dem Kirwabaum. Eiligst wurde „geblitzt“ und „geschossen“ denn um den Temperaturschock zu überwinden machten sie sogleich mit den Figurentänzen weiter. Unter Beifall der Zuschauer gaben sie viele schwungvolle Tanzfiguren zum Besten. Jeder fieberte schon auf den letzten Tanz hin – Austanzen des Oberkirwapaars. Alle Hüte wurden eingesammelt und nur ein bairischer blieb in der Runde zum Weitergeben. Wie es eines der Kirwamoila so schön formuliert hatte blieben die Gebete von Judith und Christian unerhört: sie wurden das neue Oberkirwapaar 2007. Beide wurden mit Krug und Lieselchen belohnt und die Kinder mit einem wahren Bonbonregen. Das bei der ganzen Aufregung die große Lisl „abhanden“ gekommen war, registrierten nur wenige. Voller Kirwastimmung ließen sich die Paare zum Fußballplatz fahren um das Kirwaspiel der DJK mitzuerleben. Die Spieler, darunter auch einige Kirwaburschen, bedankten sich mit einem herausragenden 4:2 Sieg bei den Zuschauern. Zur anschließenden Kirwagaudi mit dem Kirwahit „Hol das Lasso raus…“.brachte an diesem Abend ein „schwarzer Mann“ noch die richtige Kopfbedeckung.

Schon früh am Montagmorgen ging es weiter mit dem Frühschoppen. Der Kirwabär musste gefunden werden! Die Zeremonie zog sich bis zum Mittag hin. Anschließend musste der arme Kerl den Weg bis nach Weickenricht gehen um in einer kleinen Hütte seine verdiente Stärkung zu erhalten. Am Abend versammelten sich die Kirwaleit im Sportheim, um die Kirwabaumverlosung mitzuerleben. Bei dieser Gelegenheit outete sich die „abhanden gekommene Lisl Inhaberin“, wollte sie doch ihr Preisgeld einfordern und staunte nicht schlecht, als es hieß: „Wir ham unsere Lisl doch scho wieda!“ Was so auch stimmt. Zur Erklärung: Bereits vor ein paar Jahren war die damalige Lisl gestohlen worden. In einer streng geheimer Mission begab sich das heurige Oberkirwamoidl mit alleiniger Unterstützung eines Kirwamoidls in Feindesgebiet und eroberte die Lisl unter Einsatz ihres weiblichen Charmes und Geschicks wieder zurück. So konnte die Seichatsa Kirwalisl endlich wieder in ihrer gewohnten Umgebung feiern und gefeiert werden. Zur Rückgabe der noch „abhanden“ Lisl werden sich die Kirwaburschen noch etwas einfallen lassen.

Gegen zehn Uhr abends begann die Kirwabaumverlosung. Viele Preise gab es an die Kirwagäste zu bringen. Roland Schönberger, Christine Ebensberger, Hermann Lühr und die Kirwapaare hatten sich nicht lumpen lassen und die Preise zur Verlosung spendiert. DANKE!!! Als Sonderpreis entpuppte sich auch noch ein Kirwa-Tshirt. Die Spannung ließ sich kaum noch ertragen, als endlich das Los für den Kirwabaum gezogen wurde. Es viel dem jungen Max Schönberger (seines Zeichens wohl größter Fan unseres Kirwabaums)  in die Hände, der es kaum erwarten kann den Kirwabaum stückchenweise mit seinem Tretbulldog nach Hause zu fahren. Herzlichen Glückwunsch allen Gewinnern und dem Max viel Spaß!

Die Kirwapaare brachten daraufhin den „Michl“ ganz schön ins Schwitzen, wollten sie doch weiter singen und tanzen und so war an eine Pause nicht zu denken. Der Schlager: „Hol das Lasso raus…“ musste x-mal wiederholt werden. Alle Gäste unterstützten die Kirwagaudi und feierten mit den Seichatsa Kirwaleitn. Ob das „Sprinten“ als Kirwadisziplin aufgenommen wird, wurde an diesem Abend noch kräftig diskutiert. Mehr wird nicht verraten! Seid einfach nächstes Jahr wieder dabei, wenns heißt: In Seichats daou is Kirwa, mei liaba, mei liaba. In Seichats daou is Kirwa, mei liaba daou is schai!!!

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Vielen Dank an alle Seugaster für eure tatkräftige Unterstützung an unserer Kirwa.

-Eure Seichatsa Kirwaleit-

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